Hast Du schon gewusst, dass manche Papageien 50 und mehr Jahre alt werden können? Wissen

Jedes Jahr wählen Tier-Fachverbände bestimmte Arten als „Tier des Jahres“ aus. Damit wollen sie meist darauf hinweisen, dass die betreffende Art und ihr Lebensraum bedroht sind. Auf diese Weise soll die Aufmerksamkeit auf die Tiere und ihre Biotope gelenkt werden, in der Hoffnung, dass sich dann mehr Menschen für ihren Schutz einsetzen.

Blindschleiche

Zum „Reptil des Jahres 2017“ wurde schon jetzt die Blindschleiche gekürt. Ihr Name täuscht, denn dieses Tier besitzt Augen und kann sehr wohl sehen, ist also keineswegs blind. Im Althochdeutschen, einer Sprache, die unsere Vorfahren vor rund 1 000 Jahren benutzten, bedeutete „plint“ so viel wie „glänzend“. Der Name bezieht sich also gar nicht auf die Augen, sondern auf die glänzende Schuppenhaut.

Auf den ersten Blick könntest Du glauben, es handle sich um eine Schlange. Tatsächlich aber ist die Blindschleiche eine beinlose, etwa 20 bis 40 Zentimeter lange Echse, die wie Eidechsen sogar ihren Schwanz abwerfen kann, um Fressfeinde abzulenken. Sie besiedelt am liebsten lichte Wälder und Waldränder, an denen der Boden feucht ist und es viele Stellen zum Sonnen sowie viele Verstecke gibt. Auch Heide, Brachflächen, Parks und andere Lebensräume bewohnt sie. Dort geht sie auf die Jagd nach Regenwürmern, Insekten, Nacktschnecken, Spinnen und anderen Wirbellosen.

Den Winter verbringen die Tiere in frostsicheren Verstecken im Boden. Im Sommer bringen die Weibchen rund zehn Junge zur Welt.

Leider ist die Blindschleiche nicht sehr gut erforscht. Vieles, was zu ihrem Schutz nötig wäre, wissen wir noch nicht. Fest steht jedoch, dass der zunehmende Bau von Siedlungen und Straßen ihre Bestände gefährdet.

 

Mehr über die Blindschleiche und andere Reptilien erfährst Du im Band „Entdecke die Reptilien“.