Hast Du schon gewusst, dass manche Papageien 50 und mehr Jahre alt werden können? Wissen

Freundschaft unter Tieren? Vor einigen Jahren machte eine besondere Freundschaft zwischen einem Tiger und einem Geißbock weltweit Schlagzeilen. Aber diese überraschende Beziehung der beiden Tiere ist gar nicht so ungewöhnlich wie zunächst angenommen.

Forscher der University of Pennsylvania konnten bereits im Jahr 2011 in einem Fachartikel nachweisen, dass Freundschaften im Lauf der Evolution entstanden sind, da sie die Überlebenschancen des Einzelnen deutlich verbesserten. Viele Tiere, z. B. Pferde, ziehen bei diesen Freundschaften Verwandte anderen Artgenossen vor. Bei Schimpansen und Bonobos sieht das Ganze jedoch anders aus: Hier spielen Verwandtschaften keine Rolle, und auch Altersunterschiede sind unseren nächsten Verwandten scheinbar egal – bei ihnen zählt ganz einfach die Sympathie! Wenn ihr mehr über Menschenaffen erfahren wollt, schaut doch mal bei "Entdecke die Menschenaffen" vorbei! 

Bonobos

Wer kennt das nicht? Man schreibt und schreibt – und plötzlich hat man sich verschrieben. Kein Problem, denn der Radiergummi liegt bereit, und schon ist der Fehler Geschichte. Doch wie wurde der Radiergummi eigentlich erfunden?

Der Radiergummi wurde gar nicht aktiv erfunden, vielmehr wurde er zufällig entdeckt. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts sollen Menschen Brotklumpen verwendet haben, um Bleistiftstriche zu entfernen. Klingt unpraktisch? Das ist es auch! Denn mit Brot funktioniert das Radieren nicht besonders gut.

Papier, Stifte und RadiergummiIm Jahr 1770 entdeckte dann aber der Engländer Edward Nairne, dass Kautschuk Bleistiftstriche einfach verschwinden lässt, und Joseph Priestley, ebenfalls aus England, veröffentlichte diese Entdeckung – von da an trat der Radiergummi seinen Siegeszug durch die Mäppchen der Schüler an...

Weitere spannende Erfindungen findest Du in „Entdecke Erfindungen und Erfinder“!

Ist ein Vulkan die größte Orgel der Welt? Vor einigen Jahren entdeckten Forscher in Ecuador in Südamerika, dass der Vulkan Cotopaxi (sprich: „Kotopaschi“) seit seinem Ausbruch einzigartige Töne von sich gibt. Diese Töne sind so tief, dass sie nur mithilfe von besonderen Überwachungsinstrumenten wahrnehmbar sind.

Das Ganze ist jedoch nicht bloß interessant, es leitet auch einen wertvollen Beitrag zur Wissenschaft! Denn anhand der Töne sind die Forscher nun dazu in der Lage, die Tiefe des Kraters zu bestimmen und herauszufinden, bis zu welcher Höhe das Magma darin angestiegen ist, also das glühend heiße, flüssige Gestein im Vulkan. Das heißt, die Wissenschaftler können jetzt ohne gefährliche Expeditionen wichtige Erkenntnisse sammeln.

Aber der Cotopaxi ist nicht nur aufgrund seines Gesangs eine Besonderheit: Mit 5.897 Metern Höhe zählt er zu den höchsten aktiven Vulkanen der Erde! In der Sprache der Ureinwohner Ecuadors bedeutet sein Name so viel wie „Hals des Mondes“, weil es manchmal so aussieht, als würde der Mond direkt über dem Gipfel stehen, also als sei der Mond der Kopf auf dem Hals, den der Berg bildet.

Was die feuerspuckenden Berge sonst noch zu bieten haben, erfährst Du in: „Entdecke die Vulkane“!

Hier findest Du außerdem ein spannendes Interview mit den beiden Autoren und unseren Freunden von Kinderoutdoor.de! 

Die Besitzer einer Rinderfarm in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) durften vor kurzem eine echte Rarität erleben: Eine ihrer Kühe brachte vier gesunde Kälber zur Welt!

Normalerweise bekommen Kühe ein Kälbchen pro Jahr. Wie auch bei Menschen sind selbst Zwillinge bei Kühen eher eine Seltenheit. Die Dauer der Trächtigkeit ähnelt derjenigen der Schwangerschaft von Menschen ebenfalls ungemein, mit durchschnittlich 280 Tagen. Nach der Geburt gibt die danach benannte „Milchkuh“ bis zu einem Jahr lang Milch. Wird die Kuh erneut trächtig, gibt sie wieder ein Jahr lang Milch – ansonsten nicht.

Die Mutterkuh der im vergangenen Monat geborenen Vierlinge hatte zuvor schon einmal Zwillinge zur Welt gebracht, doch die vier gesunden Kälber überraschten die Bauern doch sehr. Und das zu Recht! Denn die Chancen dafür, dass eine Kuh vier gesunde Kälbchen zur Welt bringt, liegen bei gerade Mal 1 zu 11,2 Millionen!

Alles rund um Kühe kannst Du in „Entdecke die Kühe“ nachlesen – der Band erscheint in Kürze!

Wissenschaftler in Manchester haben Springspinne „Kim“ in einem Experiment gegen einen winzig kleinen Roboter antreten lassen. Dabei hat sich ganz klar ergeben: Die leistungsstarke Technik des Roboters konnte einfach nicht mit den Fähigkeiten der nur 15 Millimeter großen Spinne mithalten.

Springspinne

Wie andere Springspinnen kann "Kim" im Sprung Distanzen zurücklegen, die das 6-Fache ihrer Körperlänge betragen! Im Vergleich schaffen die meisten Menschen gerade einmal das 1,5-Fache ihrer Körperlänge.

Wie jedoch schafft das kleine Tier eine solch erstaunliche Leistung? Um das herauszufinden, haben die Wissenschaftler "Kim" darauf trainiert, von einer Plattform auf eine andere zu springen. Die Sprünge nahmen die Forscher dann mit Hochgeschwindigkeitskameras erfasst. Dabei stellten sie fest, dass Springspinnen hydraulischen Druck in den Beinen einsetzen können. Das bedeutet, dass sie Körperflüssigkeit mit Druck so in die Beine pumpen, dass diese extrem schnell gestreckt werden. Ob das jedoch die Arbeit der Muskulatur ersetzt, ist unklar.

Um ihren Körper bei dieser enormen Leistung abzusichern, befestigte "Kim" wie alle Springspinnen vor dem Absprung einen Seidenfaden an der Absprungplattform. Springspinnen bauen zwar keine Netze mit ihrer Spinnseide, aber wie Du siehst, nutzen sie die Fäden für andere Zwecke. 

Noch also kann ein Roboter der gleichen Größe nicht so weit springen, wie die Spinne – doch es wird weiter geforscht. Und wer weiß, welche bionischen Errungenschaften uns die weiteren Erkenntnisse der Wissenschaftler in Zukunft bringen werden.

Alles rund um Spinnen – natürlich auch Springspinnen! – kannst Du in unserem völlig neu gestalteten und brandaktuellen Band „Entdecke die Spinnen“ nachlesen. In „Entdecke die Bionik“ erfährst Du außerdem, wie Erkenntnisse aus der Natur in spannende Technologien umgesetzt werden.

Schnecke an einer Glasscheibe

Wenn Menschen technische Lösungen entwickeln wollen, schauen sie immer häufiger zuerst einmal genau in der Natur hin. Denn sehr häufig gibt es dort schon eine Strategie, von der sich Wissenschaftler für ihr eigenes Projekt etwas abschauen können.

Genau das passiert gerade bei Klebstoffen. In einem Forschungsprojekt der Europäischen Union untersuchen Wissenschaftler Klebstoffe, die verschiedenste Tiere einsetzen, von Salamandern über höhlenlebende Insekten und Zwergtintenfische bis hin zu Schnecken. Jeder dieser Klebstoffe ist anders und wird zu einem anderen Zweck eingesetzt. Beispielsweise kleistert ein nordamerikanischer Salamander in Sekundenschnelle einer angreifenden Schlange das Maul zu. Manche Insekten dagegen können kopfüber selbst an nassen und schmutzigen Flächen laufen. Einer der beteiligten Experten, Norbert Cyran, stellte fest: „Trotz der Vielzahl der Tiere und ihrer Klebstoffe, die wir in den letzten Jahren gesammelt und untersucht haben, haben wir nie zwei ähnliche Systeme gefunden. Jeder Klebstoff ist in seiner Zusammensetzung und Verwendung einzigartig.“

Die Forscher hoffen, solche Klebstoffe nachbauen zu können – für ganz unterschiedliche Einsatzgebiete: beispielsweise bei der Wundheilung, bei Lebensmitteln, in der Kosmetik oder der Holzindustrie.

 

Mehr über solche genialen technischen Lösungen findest Du im Band „Entdecke die Bionik“!

Jedes Jahr wählen Tier-Fachverbände bestimmte Arten als „Tier des Jahres“ aus. Damit wollen sie meist darauf hinweisen, dass die betreffende Art und ihr Lebensraum bedroht sind. Auf diese Weise soll die Aufmerksamkeit auf die Tiere und ihre Biotope gelenkt werden, in der Hoffnung, dass sich dann mehr Menschen für ihren Schutz einsetzen.

Blindschleiche

Zum „Reptil des Jahres 2017“ wurde schon jetzt die Blindschleiche gekürt. Ihr Name täuscht, denn dieses Tier besitzt Augen und kann sehr wohl sehen, ist also keineswegs blind. Im Althochdeutschen, einer Sprache, die unsere Vorfahren vor rund 1 000 Jahren benutzten, bedeutete „plint“ so viel wie „glänzend“. Der Name bezieht sich also gar nicht auf die Augen, sondern auf die glänzende Schuppenhaut.

Auf den ersten Blick könntest Du glauben, es handle sich um eine Schlange. Tatsächlich aber ist die Blindschleiche eine beinlose, etwa 20 bis 40 Zentimeter lange Echse, die wie Eidechsen sogar ihren Schwanz abwerfen kann, um Fressfeinde abzulenken. Sie besiedelt am liebsten lichte Wälder und Waldränder, an denen der Boden feucht ist und es viele Stellen zum Sonnen sowie viele Verstecke gibt. Auch Heide, Brachflächen, Parks und andere Lebensräume bewohnt sie. Dort geht sie auf die Jagd nach Regenwürmern, Insekten, Nacktschnecken, Spinnen und anderen Wirbellosen.

Den Winter verbringen die Tiere in frostsicheren Verstecken im Boden. Im Sommer bringen die Weibchen rund zehn Junge zur Welt.

Leider ist die Blindschleiche nicht sehr gut erforscht. Vieles, was zu ihrem Schutz nötig wäre, wissen wir noch nicht. Fest steht jedoch, dass der zunehmende Bau von Siedlungen und Straßen ihre Bestände gefährdet.

 

Mehr über die Blindschleiche und andere Reptilien erfährst Du im Band „Entdecke die Reptilien“.

Buchcover Entdecke die Kolibris

Wusstest Du schon, dass es Kolibris nur in Amerika gibt, nirgendwo sonst auf der Welt? Der amerikanische Kontinent besteht eigentlich aus zwei Teilen, Nord- und Südamerika. Auf beiden Teilen leben Kolibris und besiedeln damit ganz verschiedene Landschaften: Halbwüsten, hohe Gebirge und sogar das kalte Alaska. Die meisten Kolibris aber findet man in den tropischen Regenwäldern in der Nähe des Äquators. In den südamerikanischen Ländern Kolumbien, Ecuador und im Norden von Peru findet man über 160 verschiedene Arten, das ist fast die Hälfte der etwa 330 bis 340 Arten weltweit!

FroschIm Winter gibt es schon mal Probleme mit Glatteis. Dann fahren die Streusalzwagen aus, um für freie Fahrt zu sorgen und Unfälle zu verhindern. Das Salz taut nämlich Eis und festgefahrenen Schnee weg. Auch auf Gehwegen wird dieses spezielle Salz reichlich verwendet, damit Fußgänger nicht ausrutschen. Spätestens beim nächsten Regen wird das Salz jedoch weggeschwemmt und gelangt zum Beispiel in Teiche und Tümpel, in denen Amphibien ihre Eier ablegen. Und dort könnte es zu ziemlichen Problemen führen, wie Wissenschaftler gerade bei Versuchen mit Kaulquappen von Laubfröschen herausgefunden haben. Es führte nämlich dazu, dass sich weniger Weibchen entwickelten - und diese waren auch noch kleiner als normal. Wahrscheinlich betrifft das nicht nur Laubfrösche, sondern auch andere Amphibien. Wenn es aber weniger Weibchen gibt, die auch noch weniger Eier legen, weil sie kleiner sind, dann könnte das auf lange Sicht dazu führen, dass es immer weniger Frösche gibt. Besser ist es daher, beispielsweise mit Sand oder Split zu streuen.

Mehr über die spannende Welt von Frosch, Kröte, Salamander & Co erfährst Du im Band "Entdecke die Amphibien".

Xabi mit langem BartWas glaubst Du, welches Wirbeltier wird am ältesten? Vielleicht fallen Dir spontan Tiere wie Papageien oder Schildkröten ein, die dafür bekannt sind, dass sie sehr alt werden können. Jetzt aber haben Wissenschaftler herausgefunden, dass sie alle noch übertrumpft werden von einer Tierart, die den absoluten Weltrekord hält: dem Grönlandhai. Diese bis zu über fünf Meter langen Tiere schwimmen nur sehr langsam und halten sich am liebsten in Wasser auf, das eisige sechs Grad Celsius kalt ist. Ihr behaglicher Lebensstil und die niedrigen Temperaturen könnten dafür verantwortlich sein, dass Grönlandhaie so alt werden. Forscher entdeckten nun ein Exemplar, dessen Alter sie anhand wissenschaftlicher Methoden auf 392 Jahre schätzen! Dieser Hai wäre dann also im Jahr 1624 geboren worden, im Zeitalter des Barock und mitten im Dreißigjährigen Krieg. 

Wie ihre ganze Lebensweise, so erfolgt auch das Wachstum der Grönlandhaie nur sehr langsam: Lediglich einen Zentimeter pro Jahr legen die Tiere zu, und erst mit rund 150 Jahren bekommen sie das erste Mal Junge. Man könnte also sagen: In der Ruhe liegt die Kraft!

Alles über Haie erfährst Du im Band "Entdecke die Haie" des berühmten Hai-Forschers Erich Ritter.

IgelVielleicht habt Ihr zu Hause ja auch einen Rasenmähroboter? Das ist ein automatischer Rasenmäher, den man einfach auf den Rasen setzt - den Rest erledigt die Maschine ganz alleine. Weil aber in der Bedienungsanleitung steht, dass man den Roboter nicht im Beisein von Kindern oder Haustieren mähen lassen darf, lassen ihn viele Besitzer einfach nachts arbeiten. Das jedoch ist ein großes Problem für Igel und jede Menge anderer nachtaktiver Tiere. Denn zum einen arbeiten die Roboter recht leise und werden daher von manchen Tieren gar nicht als Gefahr wahrgenommen, und falls doch: Igel rollen sich dann zusammen, statt zu fliehen - das ist aber in diesem Fall natürlich die falsche Entscheidung. Igel, Blindschleichen, Amphibien und viele andere Tiere fallen dann den scharfen Messern zum Opfer, werden schwer verletzt oder sogar getötet. 

Auf die Gefahr durch die Roboter hat nun das "Projekt Igel in Bayern" hingewiesen. Bleibt zu hoffen, dass viele Menschen genau überlegen, ob das bisschen Bequemlichkeit wirklich rechtfertigt, dass dafür Tiere getötet werden.

Alles über unseren heimischen Igel, seine Verwandten in aller Welt und über Tiere, die Igeln erstaunlich ähnlich sehen, erfährst Du im Band "Entdecke die Igel".